Luther eredeti végrendelete


Luther arcképe
(festmény az evangélikus egyház Üllői út 24. székházának tanácstermében)

Luther-végrendelet 1542

A levéltár legnagyobb értékű irata Luther Mártonnak, a nagy reformátornak (1483-1546) eredeti, sajátkezű írásával készült végrendelete 1542-ből.
Az iratot Jankovich Miklós, a 19.szd. első felének nagy magyar mecénása egy németországi aukción jutott hozzá a végrendelethez és azt az evangélikus egyháznak ajándékozta.

A végrendelet négy oldalas, melyhez az ötödiken a tanúk aláírása járul.

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A végrendelet első és második oldala: „Ich Martinus Luther Doctor…”

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A végrendelet 3. és 4. oldala (a végén Luther aláírásával)

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A végrendelet tanúi: három nagy reformátor
(Philip Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger)

A szöveg olvasata:

Ich Martinus Lüther Doctor e[t]c bekenne mit dieser meiner eigen Handschrifft das ich meiner lieben vnd trewen Hausfrawen Katherin gegeben habe züm leibgedinge (oder wie man das nennen kan) aüff yhr lebelang, damit sie yhres gefallens vnd zü yhrem besten gebaren müge. Vnd gebe yhr das ynn krafft dieses brieües, gegenwertiges vnd heütiges tages.
Nemlich das gütlin Zülstorif, wie ich das seib gekaüfft vnd züge­richt habe, aller dinge, wie ichs bis daher gehabt habe,
Züm andern das Haüs Brüno zur wonüng, so ich vnter meins Wolffs namen gekaüfft habe
Züm dritten, die Becher vnd kleinot, als ringe, ketten, Schenck groschen, gülden vnd silbern, welche vngeferlich solten bey taüsent gülden wert sein.
Das thü ich darümb
Erstlich, das sie mich als ein from, trew, ehlich gemalh, allzeit lieb, werd vnd schon gehalten Vnd mir dürch reichen Gottes segen fünf lebendige Kinder (die noch für handen, Gott gebe lange) geborn vnd erzogen hat
Züm andern, das sie die Schüld, so ich noch schüldig bin (wo ich sie nicht bey leben ablege) aüff sich nemen vnd bezalen sol, Welcher mag sein ongefer mir bewüst ccccl fl. Mügen sich villeicht wol mehr finden
Züm dritten vnd aller meist darümb, das ich will sie müsst nicht den Kindern, sondern die Kinder sollen yhr ynn die hende sehen, sie ynn ehren halten vnd vnterworffen sein, wie Gott geboten hat. Denn ich wol gesehen vnd erfaren, wie der Teüffel wider die gebot die kinder hetzet vnd reitzet, wenn sie gleich from sind, dürch bose vnd neidissche Meüler sonderlich wenn die müttere widwen sind, Vnd die Söne ehefrawen vnd die töchtere ehemenner krigen, vnd widerumb Socrüs Nürüm Nürüs Socrüm.
Denn ich halt, das die Mütter werde yhrer eigen Kinder der beste fürmünde sein, vnd solch gütlin vnd leibgedinge nicht zü der Kinder schaden oder nachteil, sondern zü nütz vnd besserüng braüchen, als die yhr fleisch vnd blüt sind vnd sie vnter yhrem hertzen getragen hat.
Vnd ob sie nach meinem tode, genottigt oder sonst verürsacht würde (denn ich Gott ynn seinen wercken vnd willen, kein Zil setzen kan) sich zu verendern, so trawe ich doch vnd wil hiemit solchs vertrawet haben, sie werde sich mütterlich gegen vnser beider kinder halten Vnd alles trewlich, es sey leibgedinge oder anders, wie recht ist, mit yhnen teilen.
Vnd bitte aüch hiemit vntertheniglich meinen gnedigsten herrn Hertzog Johans Fridrichen Kürfürsten e[t]c s[einer] k[uer]f [ürst­lichen] g[naden] wolten solche begabüng oder leibgedinge gnediglich schützen vnd handhaben.
Aüch bitte ich alle meine güten freünde, wolten meiner lieben kethen zeügen sein vnd sie entschuldigen helffen, wo ettliche vnnütze meüler sie beschweren oder verünglimpfen wolten, als solt sie ettwa einer Barschafft hinder sich haben die sie den armen Kindern entwenden oder vnterschlahen würde. Ich bin des zeüge, das da keine Barschafft ist, on die Becher vnd kleinod, droben ym leibgedinge erzelet. Vnd zwar solts bey yderman die rechnung offentlich geben, weil man weis, Wie viel ich einkomens gehabt von M[einem] g[nädig­sten] H[errn] herrn, vnd sonst nicht einen heller noch kornlin von yemand einzükomen gehabt, on was geschenk ist gewesen, welchs droben vnter den kleinoten. Züm teil aüch noch ynn der schuld steckt vnd zü finden ist
Vnd ich doch von solchem einkomen vnd geschenck so viel gebawet, gekaüff, grosse vnd schwere haüshaltüng gefürt Das ichs müs neben andern selbs für einen sonderlichen wünderlichen segen erkennen, das ichs habe konnen erschwingen, vnd nicht wunder ist das keine Barschafft, sondern das nicht mehr schüld da ist
Dis bitte ich darümb denn der Teüffel, so er mir nicht kündte neher komen, solt er wol meine kethe allein der vrsachen, allerley weise süchen, das sie des Mannes Doctor Martinüs eheliche haüsfraw gewest vnd (Gott lob) noch ist.
Zü letzt bitte ich aüch yderman, Weil ich ynn dieser begebüng oder leibgedinge, nicht braüche der jüristischen form vnd worter (dazü ich vrsachen gehabt) Man wolle mich lassen sein die person, die ich doch ynn der warheit bin Nemlich offentlich, vnd die beide ym himel aüff erden, aüch ynn der Helle bekand, ansehens oder aütoritet gnüg hat der man trawen vnd gleüben mag mehr denn keinem Notario. Denn so mir verdampten, armen vnwirdigen elenden sünder, Gott der Vater aller Barmhertzickeit, das Eüangelion seines lieben Sons vertrawet, dazu mich aüch trew vnd warhafftig drinnen gemacht, bis her behalten vnd fünden hat, Also das aüch viel ynn der welt dasselb dürch mich angenomen, vnd mich für einen lerer der Warheit halten, vngeacht des Bapsts bann, Keisers, konige, fürsten, pfaffen, ia aller teüffel zorn Sol man ia viel mehr mir hieynn dieser geringen sachen gleüben, sonderlich weil hie ist mein hand, fast wol bekand Der hoffnüng, Es solle gnüg sein wenn man sagen vnd beweisen kan, dis ist D Martinüs Luthers (der Gottes Notarius vnd zeüge ist ynn seinem Eüangelio) ernstliche vnd wolbedachte meinüng mit seiner eigen hand vnd siegel cü beweisen
Geschehen vnd gegeben Am tage Epiphanie.

1542 M Luther vts (ut supra)

Ego Philippus Melanthon testor hane esse et sententiam ac voluntatem et manum Reuerendi domini doctoris Martini Lutheri praeceptoris et patris nostri carissimi.
Et ego Caspar Creuciger d. testor hanc esse et sententiam et voluntatem et manum Reuerendi d. doctoris Martini Lutheri carissimi patris nostri. Quare et ipse mea manu subscripsi.
Et ego Johannes Bugenhagius pomeranüs d. idem
testor mea manü.”

(Fabiny Tibor: Luther Márton végrendelete,
Budapest: Corvina Kiadó, 1982. 29-32.o.)

A kép kattintással kinagyítható...
1. kép: Jankovich Miklós báró 1804-ben, egy németországi aukción vásárolta meg
a végrendeletet, majd odaajándékozta az evangélikus egyháznak
2. kép: A Jankovich-gyűjtemény pecsétje a végrendeletről

 


Fabiny Tibor könyve a végrendeletről